Hodler & seine Schweizer Künstlerfreunde

Ausstellung April 2000 bis April 2001

Vom 15. April 2000 bis 22. April 2001 wird in der Villa Flora Winterthur die Temporärausstellung "Hodler und seine Schweizer Künstlerfreunde" gezeigt. Sie ist vier Pionieren der klassischen Moderne, den Malern Ferdinand Hodler, Cuno Amiet und Giovanni Giacometti sowie dem Bildhauer Rodo de Niederhäusern gewidmet. Die Villa Flora steht damit zum ersten Mal ganz im Zeichen von schweizerischem Kunstschaffen.

Zum ersten Mal steht in einer Ausstellung der Villa Flora nicht französische, sondern schweizerische Kunst im Mittelpunkt. Thema der Ausstellung sind vier Pioniere der klassischen Moderne, die um 1900 einen weit über die Landesgrenzen hinaus beachteten künstlerischen Aufschwung in Gang brachten. Der älteste und wichtigste von ihnen war der in Genf ansässige Berner Ferdinand Hodler (1853-1918), der sowohl als Erfinder grossformatiger allegorischer Figurenbilder wie als Beschwörer der heimatlichen Seen- und Berglandschaft Grossartiges leistete. Seinem Beispiel folgten Ende des 19. Jahrhunderts der Solothurner Cuno Amiet (1868-1961) und der gleichaltrige Giovanni Giacometti (1868-1933), deren starkfarbige expressive Malweise stark von der modernen französischen Kunst beeinflusst war. Französischem Geistesgut fühlte sich aber auch der frühverstorbene welsche Bildhauer Rodo de Niederhäusern (1863-1913) verpflichtet, der, weil er ebenfalls mit Hodler befreundet war, als "le Hodler de la sculpture" in die Geschichte eingegangen ist.

Die in die Ausstellung aufgenommenen Bilder und Plastiken aus der ehemaligen Sammlung Arthur und Hedy Hahnloser-Bühler sind durch Leihgaben der in Winterthur domizilierten Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte sowie des Museums Oskar Reinhart am Stadtgarten und des Kunstmuseums Winterthur ergänzt worden, so dass alle vier Künstler mit hochkarätigen Werkgruppen vorgestellt werden können.

Die Ausstellung wurde vom Zürcher Kunsthistoriker Rudolf Koella konzipiert, der 1999 bereits eine grosse Hodler-Ausstellung in Deutschland betreut hatte. In seinem Katalogtext geht er vor allem den vielfältigen Beziehungen Hodlers zu Winterthur nach, wo der lange umstrittene Maler früh engagierte Bewunderer und Förderer fand.



Gut zu wissen

Seit Ende April 2014 ist in der Villa Flora Winterthur der bisherige Ausstellungsbetrieb vorübergehend eingestellt. Die bedeutenden Werke aus Winterthur werden nun auf einer Tournee in namhaften Museen Europas gezeigt.
Anstelle der Ausstellungen werden zahlreiche Veranstaltungen durchgeführt.
Zudem besteht die Möglichkeit, in der Villa Flora für private und geschäftliche Anlässe Räume zu mieten.
Werden Sie Mitglied des Trägervereins Flora und unterstützen Sie damit das Bestreben zur Wiedereröffnung der Villa Flora!


Ferdinand Hodler:
"Jungfraumassiv und Schwarzmönch"
1911

Cuno Amiet:
"Mädchenbildnis vor geblümter Tapete", 1900
Design & Programmierung www.b-line.ch